Zum Raum wird hier die Zeit
Dauerausstellung
Unter dem Motto „Faszination Zeit – Zeit erleben“ inszeniert das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte nicht nur die lange Tradition des mechanischen Uhrenbaus, sondern verschafft auch einen emotionalen Zugang zum Phänomen Zeit.
Auf 2 Stockwerken und 1000m² Ausstellungsfläche werden mehr als 500 einmalige Exponate präsentiert und multimedial erlebbar gemacht: Glashütter Taschen-, Pendel- und Armbanduhren verschiedener Epochen, Marine-Chronometer, historische Urkunden, Werkzeuge sowie Fotografien werden kunstvoll in Szene gesetzt.
Thematisch setzt sich die Ausstellung aus einer Reihe von „Historienräumen“, „Zeiträumen“ und einer Schauwerkstatt zusammen, die von einem Prolog und einem Epilog eingerahmt werden. Die „Historienräume“ bereiten den geschichtlichen Kontext der Uhrenstadt auf und stellen berühmte Persönlichkeiten und Gründerväter vor, die Glashütte zur Hochburg des feinen deutschen Uhrenbaus werden ließen. Im Laufe des Parcours werden weitere Epochen dargestellt, die Glashütte maßgeblich geprägt haben wie Gründerzeit, Erster und Zweiter Weltkrieg, Demontage und Enteignung sowie Wiedervereinigung und Neugründung. Die „Zeiträume“ unterbrechen die chronologische Abfolge der Glashütter Uhrengeschichte und entführen den Besucher u.a. in den Mikrokosmos einer mechanischen Uhr, der so die Präzision und das Zusammenspiel hunderter Einzelteile erfahren kann. Zum selbständigen Entdecken lädt ebenso ein weiterer multimedialer „Zeitraum“ ein, der ein interaktives Glossar der Zeitmessung beinhaltet.
Als moderne Zeitwelt spricht das Museum nicht nur Uhrenenthusiasten an, sondern wendet sich bewusst auch an junge Menschen und Familien, die mehr über die Geheimnisse der Zeitmessung erfahren möchten.

Blick in die Ausstellungsräume

Die Astronomische Kunstuhr von Hermann Goertz im Foyer ist ohne Zweifel einer der Höhepunkte bei einem Besuch im Deutschen Uhrenmuseum Glashütte. Mit 1.756 Einzelteilen, insgesamt 20 abzulesenden Angaben, einem monumentalen Gehäuse aus Mahagoniholz in den Abmessungen 2,50 Meter x 1,50 Meter sowie einer Bauzeit von 33 Jahren ist die Uhr in allen Belangen etwas ganz Besonderes. Im Oktober 2025 ist sie 100 Jahre alt geworden.
Im Zuge des Jubiläums wurden erstmals seit 100 Jahren Teile getauscht, die wiederum hierfür extra vermessen und hergestellt werden mussten. Den Moment des Anhaltens der Uhr sowie den Ausbau des Uhrwerks 2025 haben wir für Sie festgehalten:
#Anhalten der Goertz Uhr
#Ausbau des Uhrwerks
Immer am ersten Donnerstag im Monat, um 11:00 Uhr lädt der Uhrmachermeister zum öffentlichen Aufziehen der Astronomischen Kunstuhr ein. Dabei können die Gäste beobachten, wie der Uhrenkasten geöffnet und die Uhr anschließend aufgezogen wird.
Besonders Interessierte können sich in der eigens zum Jubiläum geschaffenen Publikation „Ein Stück Ewigkeit“ umfassend zu diesem besonderen Wunderwerk der Uhrmacherkunst informieren.
Lauschen Sie gern dem einmaligen Stundenschlag der Astronomischen Kunstuhr im Tonarchiv und zu jeder Viertelstunde live im Museum. Hier bek0mmen Sie eine Kostprobe:

Der Historienraum beschreibt die Geschichte der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte, die in diesem Gebäude beheimatet war. Die drei Vitrinenreihen symbolisieren die dreijährige Ausbildung zum Uhrmacher.
In unserem Shop finden Sie das Buch „Deutsche Uhrmacherschule Glashütte“ mit mehr Informationen zur Geschichte der Uhrmacherschule, den Lehrinhalten und Arbeiten der Schüler.
Der Historienraum „DDR-Zeit“ zeigt, wie trotz der schwierigen Bedingungen die Glashütter Tradition weitergeführt wurde. Ein breites Spektrum von Produkten des VEB Glashütter Uhrenbetriebe (VEB GUB) ist hier ausgestellt.
Tauchen Sie stilecht in die 1960iger Jahre ein – mehr Filme gibt’s im Uhrenmuseum.

Im Zeitraum veranschaulicht ein multimedialer Projektionstisch den Aufbau einer mechanischen Uhr. Der Besucher kann das perfekte Zusammenspiel von vielen hundert Einzelteilen selbst erfahren und interaktiv entdecken.

