Am Samstag, dem 12. September 2026 standen im Deutschen Uhrenmuseum Glashütte mal nicht nur die Uhren im Vordergrund, sondern auch der Radsport. Der European Peace Ride – die Nachfolgeveranstaltung der legendären Friedensfahrt – machte am Nachmittag Station auf dem Museumsvorplatz. Heute hat die Tour zwar keinen Wettbewerbscharakter mehr, aber dennoch waren Route und Zeitplan recht anspruchsvoll. Auch einige prominente Ex-Radsportler waren mit dabei, z. B. Thomas Barth (ehemaliger Kapitän der DDR-Friedensfahrtmannschaft), Marcus Burghardt (deutscher Meister 2017, Etappensieger der Tour de France 2008), Jiří Ježek aus Tschechien (mehrfacher Paralympics-Sieger und Weltmeister) oder Lukas Kaufmann aus Österreich (Mountainbiker und Extremsportler).
Viele der Teilnehmer schauten sich auch eine kleine Ausstellung im Foyer des Uhrenmuseums an. Die Verbindung zwischen der Friedensfahrt und Glashütte gab es nämlich schon einmal. Am 25. und 26. April 1965 war die DDR-Friedensfahrtmannschaft um ihren Kapitän Klaus Ampler zu Gast in unserer Stadt. Hintergrund war der Auftakt einer großen Werbekampagne seitens der Uhrenwerke Glashütte und Ruhla. Während des Besuches in Glashütte 1965 ließen es sich die Sportler nicht nehmen, sich auch die Fertigung des VEB Glashütter Uhrenbetriebe anzuschauen.
Neben zahlreichen Fotos, die an den Besuch vor 61 Jahren erinnerten, waren auch historische Exponate zu sehen, wie die in der damaligen Kampagne beworbenen Uhrenmodelle, originale Renntrikots oder ein Rennrad der Friedensfahrt von 1965. Als besonderes Highlight konnte ein aktuelles Rennrad vom deutschen Radprofi und Tour-de-France-Teilnehmer Max Kanter präsentiert werden. Dieses zeigte eindrucksvoll, wie sich der Radsport in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt hat – genauso, wie die Glashütter Uhren. Besonders groß war die Freude darüber, dass Max Kanter am Samstagnachmittag noch persönlich im Museum vorbeischaute.


Thomas Barth und Jiří Ježek

Lukas Kaufmann (links) mit Michael Hammer (Uhrenmuseum) und Kai Winkler (rechts, Organisator European Peace Ride)




Max Kanter
