Das Museum ist von Montag bis Sonntag, auch an Feiertagen, von 10 - 17 Uhr geöffnet. 


Besucheradresse

Schillerstraße 3a 01768 Glashütte/Sachsen

Glashütte liegt etwa 25 Kilometer südlich von Dresden. Mit Pkw, Bus und Bahn ist Glashütte bequem zu erreichen. Genauere Informationen zu Ihrer Anreise finden Sie hier.

Eintrittspreise

Erwachsene7 €
Ermäßigt 
(Schüler, Studenten, Senioren, Schwerbehinderte und Erwerbslose mit gültigem Ausweis)
4,50 €
Kinder bis 6 Jahrefrei
Familienkarte Maxi
(2 Erwachsene und Kinder bis 16 Jahre)
15 €
Familienkarte Mini
(1 Erwachsener und Kinder bis 16 Jahre)
12 €
Gruppen, Preis pro Person 
(ab 10 Personen)
4,50 €
Jahreskarte
(für alle Sonderausstellungen und Veranstaltungen, gültig nur mit Personalausweis, nicht übertragbar)
25

Besucheradresse:

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte
Schillerstraße 3a
01768 Glashütte/Sachsen

Postadresse:

Stiftung "Deutsches Uhrenmuseum Glashütte – Nicolas G. Hayek"
Postfach 1114
01766 Glashütte/Sachsen

Kontakt

computer

05.05.2018, Führung SA DUSzurück zur Übersicht15.3.2018, Vortragsabend "Union Glashütte"

04.05.2018, Sonderausstellung "Mehr als Theorie und Praxis"

Vom 4. Mai 2018 bis 6. Januar 2019 können Besucher anhand von einmaligen Schülerarbeiten, zahlreichen Originaldokumenten und Erlebnisstationen in die Zeit der historischen Deutschen Uhrmacherschule Glashütte eintauchen.


Historischer Hintergrund:
Im Deutschen Kaiserreich entstehen nach 1871 zahlreiche gesamtdeutsche Institutionen. Die Gründung einer zentralen Uhrmacherschule ist auch auf der 1. Tagung des Verbandes Deutscher Uhrmacher 1876 oberstes Thema. Der Uhrenfabrikant Moritz Großmann schlägt Glashütte vor. Eine sächsische Kleinstadt im Erzgebirge, welche sich bereits seit 1845 als Produktions- und Ausbildungsort für präzises Uhrmacherhandwerk etabliert hat. Neben der fachlichen Kompetenz werden auch die geografischen wie soziale Vorteile bei der Entscheidung einbezogen. Am 1. Mai 1878 wird die Deutsche Uhrmacherschule Glashütte als Institution feierlich eingeweiht.
Bereits 1881 erhält die Uhrmacherschule aufgrund der stetig steigenden Schülerzahlen ein eigenes Schulgebäude. Mehrfache bauliche Erweiterungen werden in den kommenden Jahrzehnten folgen, um den wechselnden Bedingungen der Ausbildung und der Schülerschaft gerecht zu werden. Ein Meilenstein in der Architekturgeschichte ist der Erweiterungsbau von 1923, der bis heute als eindrucksvoller Eingang zum Gebäude dient.
In den 73 Unterrichtsjahren erhalten über 2.500 Schüler aus 37 Nationen an der Schule eine Aus- oder Weiterbildung in der Uhrmacherkunst und Feinmechanik. Die ausgezeichnete Ausbildung bietet den Schülern zahlreiche Perspektiven: Ob als einfacher Uhrmacher oder in leitender Position bei weltbekannten Uhrenherstellern, Firmengründer, Konzessionär oder Lehrer, mit ihnen geht der Name „Glashütte“ in die Welt und trägt nachhaltig zum Erfolg und zur Bekanntheit des sächsischen Kompetenzzentrums für mechanischen Uhrenbau bei.
Mit der Wandlung des pädagogischen Konzeptes und der Umbenennung der Schule in „Fachschule für Feinmechanik und Uhrentechnik“ endet die Ära der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte 1951.
Im Jahr 2008 findet das Gebäude zu seinen historischen Wurzeln zurück. Neben dem Uhrenmuseum bezieht die „Uhrmacherschule Alfred Helwig“ der Manufaktur Glashütte Original ihre Räumlichkeiten und bringt die Lehrausbildung zurück.


Zur Ausstellung:
Im Mittelpunkt der Ausstellung „Mehr als Theorie und Praxis“ stehen das Leben der Schüler, Lehrer und Direktoren an der Uhrmacherschule im Wandel der Zeit. Wie sah eine Ausbildung zum Uhrmacher vor mehr als 100 Jahren aus? Wie erlernte man diesen Beruf ohne Strom, Maschinen und Computer; in einem weit abgelegenen Tal? Wie empfanden die Schüler ihre Zeit an der Uhrmacherschule in Glashütte? Mit welchem Gedanken schauten sie auf ihr „Musenstädtchen“ zurück?
Anhand von einmaligen Schülerarbeiten, wie Taschen-, Pendel- und Armbanduhren, Marine-Chronometern, Gangmodellen, feinmechanischen Instrumenten, Zeichnungen, Zeitzeugen-Dokumenten und Multimediastationen kann der Besucher in die Zeit zwischen 1878 und 1951 eintauchen und selbst entdecken, was das Leben an dieser Schule zu so viel mehr gemacht hat, als nur das Erlernen von Theorie und Praxis.

Begleitend zur Ausstellung bietet das Museum Ferienführungen und Vorträge an. Das zweisprachige Begleitbuch „Deutsche Uhrmacherschule Glashütte“ kann im Museums- und Online-Shop erworben werden.

Das Faltblatt zur Sonderausstellung finden Sie hier.