Das Museum ist von Montag bis Sonntag, auch an Feiertagen, von 10 - 17 Uhr geöffnet. 

24.12.2017 geschlossen

31.12.2017 10 - 14 Uhr 

Besucheradresse

Schillerstraße 3a 01768 Glashütte/Sachsen

Glashütte liegt etwa 25 Kilometer südlich von Dresden. Mit Pkw, Bus und Bahn ist Glashütte bequem zu erreichen. Genauere Informationen zu Ihrer Anreise finden Sie hier.

Eintrittspreise

Erwachsene7 €
Ermäßigt 
(Schüler, Studenten, Senioren, Schwerbehinderte und Erwerbslose mit gültigem Ausweis)
4,50 €
Kinder bis 6 Jahrefrei
Familienkarte Maxi
(2 Erwachsene und Kinder bis 16 Jahre)
15 €
Familienkarte Mini
(1 Erwachsener und Kinder bis 16 Jahre)
12 €
Gruppen, Preis pro Person 
(ab 10 Personen)
4,50 €
Jahreskarte
(für alle Sonderausstellungen und Veranstaltungen, gültig nur mit Personalausweis, nicht übertragbar)
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Besucheradresse:

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte
Schillerstraße 3a
01768 Glashütte/Sachsen

Postadresse:

Stiftung "Deutsches Uhrenmuseum Glashütte – Nicolas G. Hayek"
Postfach 1114
01766 Glashütte/Sachsen

Kontakt

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Pressemitteilung

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06.07.2011, Alfred Helwig - Sonderausstellung eröffnet. Deutsches Uhrenmuseum Glashütte würdigt Pionier der Uhrmacherkunst an seinem 125. Geburtstag

Gäste der Ausstellungseröffnung
Besucher der Eröffnung
Blick in die Ausstellung

Am 5. Juli 2011 wurde im Deutschen Uhrenmuseum Glashütte die Sonderausstellung „Alfred Helwig - sein Leben und Wirken für die Uhrmacherkunst" mit einer Vernissage eröffnet. Zahlreiche Gäste aus der regionalen Politik und Wirtschaft, der Kunst- und Kulturszene, Glashütter Zeitzeugen, ehemalige Schüler Helwigs, Leihgeber und Uhrenliebhaber aus ganz Deutschland, Vertreter befreundeter Museen und Kunstsammlungen sowie Repräsentanten der Glashütter Uhrenfirmen waren der Einladung gefolgt.

Mit dieser Sonderausstellung wird der Meisteruhrmacher, Schriftsteller und Pädagoge geehrt, der vor genau 125 Jahren am 5. Juli 1886 geboren wurde und zu einer Ikone des feinen deutschen Uhrenbaus werden sollte. Alfred Helwig ist bis heute bekannt für seine unglaubliche Begabung - eine Symbiose aus handwerklicher Fertigkeit und höchster Kreativität bei der technischen Weiterentwicklung mechanischer Uhren. Zahlreiche Auszeichnungen honorieren Alfred Helwigs Verdienste um den Bau von Präzisionsuhren und die Ausbildung von Uhrmachern. Sein ganzes Leben widmet er der Annäherung an größtmögliche Genauigkeit. Für sein unermüdliches Streben nach Präzision steht seine geniale Erfindung: das Fliegende Tourbillon.

Anhand von Gangmodellen, historischen Skizzen und Konstruktionszeichnungen wird die Genialität von Alfred Helwig illustriert. Seine eigene Schülerarbeit in Form einer Damen­Ankertaschenuhr aus dem Jahr 1905 sowie Taschenuhren mit Fliegendem Tourbillion – angefertigt von Schülern der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte unter Anleitung von Oberlehrer A. Helwig - zeugen ebenfalls von seinen herausragenden handwerklichen wie pädagogischen Fähigkeiten. Weitere Exponate verdeutlichen sein uhrmacherisches Können und seinen Ehrgeiz, hochpräzise Zeitmesser zu entwickeln wie z.B. ein Marine-Chronometer mit Gradmaß-Zifferblatt und Ankerhemmung oder ein Handmodell einer Fliegerarmbanduhr mit Gradmaß-Zifferblatt und Rattrapante-Funktion (Schleppzeiger).

Auch historische Lehrbücher und Publikationen von Alfred Helwig sind erstmalig ausgestellt. Europaweit war Helwig für sein umfassendes Wissen und seine praktischen Erfahrungen bekannt. Etwa 40 Bücher und Zeitschriftenbeiträge verfasste er im Laufe seines Lebens. Im Jahr 1927 veröffentlichte er eine Abhandlung über Drehganguhren- so nannte er Uhren mit Tourbillon. Die Publikationen Helwigs sind noch heute wichtige Nachschlagewerke für Uhrenkonstrukteure, Regleure und Hobby-Uhrmacher. Das gilt besonders für das Buch "Feinstellung der Uhren" und die Bücherreihe "Die Lehre an der Deutschen Uhrmacherschule".

Abgerundet wird die Ausstellung durch verschiedene Armbanduhren mit Fliegendem Tourbillon von Glashütte Original. Sie verdeutlichen auf eindrucksvolle Weise die ästhetische und feinmechanische Meisterleistung, die bis heute ein Fliegendes Tourbillon darstellt.

Das Erbe Helwigs lebt aber nicht nur in modernen und technisch anspruchsvollen Zeitmessern weiter, sondern vor allem in seiner Philosophie bei der Ausbildung junger Uhrmacher: Seit dem Jahr 2002 trägt die Uhrmacherschule der Manufaktur Glashütte Original den verpflichtenden Namen Alfred Helwig. Beeindruckende Schülerarbeiten von Absolventen der Schule zeugen vom hohen Anspruch der Ausbildung und dem Können der jungen Glashütter Uhrmacher, denen das Lebenswerk von Alfred Helwig ein Ansporn für eigene Meisterleistungen ist.

Die Sonderausstellung ist vom 6. Juli - 31. Oktober 2011 im Deutschen Uhrenmuseum Glashütte zu erleben. Ein Begleitband zur Ausstellung kann für 6,50 Euro im Museumsshop erworben werden.