Das Museum ist von Montag bis Sonntag, auch an Feiertagen, von 10 - 17 Uhr geöffnet.  

Besucheradresse

Schillerstraße 3a 01768 Glashütte/Sachsen

Glashütte liegt etwa 25 Kilometer südlich von Dresden. Mit Pkw, Bus und Bahn ist Glashütte bequem zu erreichen. Genauere Informationen zu Ihrer Anreise finden Sie hier.

Eintrittspreise

Erwachsene7 €
Ermäßigt 
(Schüler, Studenten, Senioren, Schwerbehinderte und Erwerbslose mit gültigem Ausweis)
4,50 €
Kinder bis 6 Jahrefrei
Familienkarte Maxi
(2 Erwachsene und Kinder bis 16 Jahre)
15 €
Familienkarte Mini
(1 Erwachsener und Kinder bis 16 Jahre)
12 €
Gruppen, Preis pro Person 
(ab 10 Personen)
4,50 €
Jahreskarte
(für alle Sonderausstellungen und Veranstaltungen, gültig nur mit Personalausweis, nicht übertragbar)
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Besucheradresse:

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte
Schillerstraße 3a
01768 Glashütte/Sachsen

Postadresse:

Stiftung "Deutsches Uhrenmuseum Glashütte – Nicolas G. Hayek"
Postfach 1114
01766 Glashütte/Sachsen

Kontakt

computer

05.02.2017, 4. Antik-Uhrenbörsezurück zur Übersicht25.10.2016, Fahne der DUS

17.5.2017, Sonderausstellung "Ausgerechnet! Die Geschichte der Glashütter Rechenmaschinen"

 

Die Stiftung „Deutsches Uhrenmuseum Glashütte – Nicolas G. Hayek“ und das Arithmeum der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn präsentieren in der gemeinsam kuratierten Ausstellung die Geschichte der mechanischen Rechenmaschinen in Glashütte.

1623 konstruierte der Tübinger Professor Wilhelm Schickard die erste mechanische Rechenmaschine. Bereits 50 Jahre später gelang dem Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz die Konstruktion einer Rechenmaschine, die alle vier Grundrechenarten ausführen konnte. 1820 erhielt der Versicherungskaufmann Charles Xavier Thomas das Patent für das Arithmometer, eine auf der Erfindung von Leibniz aufbauende Staffelwalzenmaschine. Diese Konstruktion bot die Grundlage für eine serielle Fertigung. Eines der ersten Produktionszentren für industriell gefertigte mechanische Rechenmaschinen in Deutschland entstand ab 1876 in Glashütte.

Die Innovationskraft und Flexibilität der Glashütter Firmen zeigte sich neben der Fertigung präziser Zeitmesser auch in der Produktion mechanischer Rechenmaschinen. Vor rund 140 Jahren entwickelte der Ingenieur Curt Dietzschold eine Rechenmaschine mit Schaltklinken zur mechanischen Zahlenspeicherung. Damit legte er den Grundstein für eine bedeutende Entwicklung von Rechenmaschinen in Glashütte. Sein Studienfreund Arthur Burkhardt konzentrierte sich auf das Staffelwalzenprinzip nach Thomas. Das auf vielen Messen erfolgreiche „Burkhardt-Arithmometer“ entstand. Reinhold Pöthig, ein Schüler Burkhardts, fertigte ab 1904 eigene Rechenmaschinen, die den bedeutenden Namen „Archimedes“ trugen. Unter dieser Marke wurden ca. 85.000 Rechenmaschinen in 42 verschiedenen Modellvarianten produziert. Als die Ära der mechanischen Rechenmaschinen in den 1960er Jahren zu Ende ging, wurden in Glashütte noch für einige Jahre elektronische Analogrechner entwickelt und gebaut.

Die historische Ausstellung im Uhrenmuseum vermittelt und präsentiert auf multimediale und interaktive Art die Funktion und Entwicklung der mechanischen Rechenmaschinen. Neben historischen Dokumenten, Fotografien und Objekten erwartet den Besucher die Möglichkeit, sich selbst in der Kunst des mechanischen Rechnens auszuprobieren.

Die Sonderausstellung ist vom 9. Juni bis zum 12. November 2017 täglich von 10 bis 17 Uhr im Deutschen Uhrenmuseum Glashütte zu besichtigen. Ein Begleitband zur Ausstellung kann für 6,50 Euro im Museums- oder im Online-Shop erworben werden.