Das Museum ist von Montag bis Sonntag, auch an Feiertagen, von 10 - 17 Uhr geöffnet. 

24.12.2017 geschlossen

31.12.2017 10 - 14 Uhr 

Besucheradresse

Schillerstraße 3a 01768 Glashütte/Sachsen

Glashütte liegt etwa 25 Kilometer südlich von Dresden. Mit Pkw, Bus und Bahn ist Glashütte bequem zu erreichen. Genauere Informationen zu Ihrer Anreise finden Sie hier.

Eintrittspreise

Erwachsene7 €
Ermäßigt 
(Schüler, Studenten, Senioren, Schwerbehinderte und Erwerbslose mit gültigem Ausweis)
4,50 €
Kinder bis 6 Jahrefrei
Familienkarte Maxi
(2 Erwachsene und Kinder bis 16 Jahre)
15 €
Familienkarte Mini
(1 Erwachsener und Kinder bis 16 Jahre)
12 €
Gruppen, Preis pro Person 
(ab 10 Personen)
4,50 €
Jahreskarte
(für alle Sonderausstellungen und Veranstaltungen, gültig nur mit Personalausweis, nicht übertragbar)
25

Besucheradresse:

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte
Schillerstraße 3a
01768 Glashütte/Sachsen

Postadresse:

Stiftung "Deutsches Uhrenmuseum Glashütte – Nicolas G. Hayek"
Postfach 1114
01766 Glashütte/Sachsen

Kontakt

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Anfertigung einer Kompensationsunruh vor 120 Jahren

 

Karl Bernhard Kohl (1832 – 1908), einst Strohflechter in Glashütte, beginnt am 03. Juni 1846 seine Ausbildung als einer der ersten 15 Schüler bei Ferdinand Adolph Lange. Im Alter von 17 Jahren gründet er eine Werkstatt zur Anfertigung von Kompensationsunruhen.

Die von ihm hergestellten Unruhen besitzen eine für die damalige Zeit unerreichte Qualität und sind daher weltweit gefragt. Der gute Ruf der Glashütter Uhren ist auch auf diese hochwertigen Kompensationsunruhen zurückzuführen.

Kohl experimentiert und forscht viel, um seine Unruhen zu perfektionieren. Um seine Ergebnisse zur Verfügung zu stellen, fertigt er für die Deutsche Uhrmacherschule Glashütte einen Schaukasten, der als Lehrmittel genutzt wird. Er zeigt die Arbeitsschritte zur Herstellung einer Kompensationsunruh.

In der zweiten Reihe des Schaukastens ist auch der Arbeitsschritt „Messingmantel durch Hämmern verdichten“ dargestellt (4. Objekt von links). Um diesen Schritt erfolgreich auszuführen, ohne die Unruh dabei zu verformen, konstruiert Kohl ein spezielles Hämmerwerk. Angetrieben wird die Vorrichtung von einem Gewicht.

Nach dem Aufschneiden des Unruhreifs, um die Kompensation zu ermöglichen, folgt als finaler Schritt das Auswuchten des Werkstücks mit Hilfe von goldenen Regulier- und Gewichtsschrauben. Als Hilfsmittel für diesen Arbeitsschritt nutzt Karl Bernhard Kohl eine Unruhschraubenwaage. Mit ihr kann er die Masse der Regulierschrauben vergleichen. Als Drehpunkt besitzt die kleine Waage selbst eine Unruh, da sie so exakt ausbalanciert werden kann.

Nach der Fertigstellung der Unruh muss diese im Anschluss auf ihren Rundlauf überprüft werden. Dazu wird sie, zusammen mit der gefertigten Unruhwelle, auf eine Unruhwaage gelegt. Sobald eine Unwucht vorliegt, dreht sich der Schwerpunkt des Unruhreifs nach unten. Durch Anpassung der Regulierschrauben kann die Unruh hier besonders präzise ausgewuchtet werden.