Das Museum ist von Montag bis Sonntag, auch an Feiertagen, von 10 - 17 Uhr geöffnet. 

24.12.2017 geschlossen

31.12.2017 10 - 14 Uhr 

Besucheradresse

Schillerstraße 3a 01768 Glashütte/Sachsen

Glashütte liegt etwa 25 Kilometer südlich von Dresden. Mit Pkw, Bus und Bahn ist Glashütte bequem zu erreichen. Genauere Informationen zu Ihrer Anreise finden Sie hier.

Eintrittspreise

Erwachsene7 €
Ermäßigt 
(Schüler, Studenten, Senioren, Schwerbehinderte und Erwerbslose mit gültigem Ausweis)
4,50 €
Kinder bis 6 Jahrefrei
Familienkarte Maxi
(2 Erwachsene und Kinder bis 16 Jahre)
15 €
Familienkarte Mini
(1 Erwachsener und Kinder bis 16 Jahre)
12 €
Gruppen, Preis pro Person 
(ab 10 Personen)
4,50 €
Jahreskarte
(für alle Sonderausstellungen und Veranstaltungen, gültig nur mit Personalausweis, nicht übertragbar)
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Besucheradresse:

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte
Schillerstraße 3a
01768 Glashütte/Sachsen

Postadresse:

Stiftung "Deutsches Uhrenmuseum Glashütte – Nicolas G. Hayek"
Postfach 1114
01766 Glashütte/Sachsen

Kontakt

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Herrenarmbanduhr Spezimatic

zurück zur ÜbersichtGoldene Beobachtungsuhr

Herrenarmbanduhr mit automatischem Aufzug – „Spezimatic“

 

In den 1950er Jahren erwartete der Träger einer Armbanduhr, dass sie minutengenau funktioniert und er sich um das Aufziehen der Uhr nicht mehr kümmern muss.
Dieser Forderung entsprach der VEB Glashütter Uhrenbetriebe (GUB) ab 1958 mit dem „Automat“ (Kaliber 67.1 und 68.1), der ersten Glashütter Armbanduhr mit automatischem Aufzug. Durch die Bauweise, das Grundwerk und den automatischen Aufzug als zwei getrennte Baueinheiten zu gestalten, ergab sich ein relativ hoher Werkaufbau.

Um diese Bauhöhe zu verringern, musste erreicht werden, dass Laufwerk und automatischer Aufzug nicht über- sondern nebeneinander angeordnet werden können. Die Konstrukteure entwickelten daraufhin eine Spezialautomatik-Uhr, die „Spezimatic“. Bei einem Werkdurchmesser von 28 mm und einer darüber liegenden ¾-Platine wurde der Platz für eine große Unruhe optimal ausgenutzt. Die Werkshöhe von nur 4,4 mm lag zu diesem Zeitpunkt, 1964, weit unter dem Weltdurchschnitt.

Auch die übrigen technischen Daten entsprachen einem Uhrwerk mit Weltniveau:
26 Lagersteine, Kupplungsaufzug,  bruchgeschützte Zugfeder, Schweizer Palettenankerhemmung mit poliertem Stahlanker und Stahlankerrad, selbstkompensierende Unruhspirale, Stoßsicherung und Aufzug durch eine frei rotierende, zentral gelagerte Schwungmasse, die in jeder Drehrichtung wirksam wird. Die Gangdauer wurde bei Vollaufzug mit 32 Stunden angegeben, die Gangabweichung minus 30 bis plus 50 Sekunden pro Tag.

Als Kaliber 74 ohne Datum (seit ca. 1970 neue Bezeichnung 06-25) und Kaliber 75 mit Datum (später 06-26) wurden die Werke mit verschiedensten Zifferblatt- und Gehäusevarianten angeboten. Als Gehäusematerialien kamen messing-verchromte und -vergoldete Gehäuse sowie massive Stahl- und Goldgehäuse zum Einsatz.

Die „Spezimatic“ wurde auch für zahlreiche Sondereditionen verwendet.
Zwischen 1964 und 1978 wurden über 4 Millionen Uhren fertiggestellt und verkauft.
Somit ist die „Spezimatik“ die Herrenarmbanduhr mit den höchsten Stückzahlen, die je in Glashütte gefertigt wurde.