Unter diesem Motto beleuchtet das Uhrenmuseum nicht nur die hohe Uhrmacherkunst an sich,
sondern ermöglicht darüber hinaus einen emotionalen und philosophischen Zugang zum Phänomen
Zeit.
Auf 2 Stockwerken und ca. 1000 m² Ausstellungsfläche werden mehr als 400 einmalige Exponate
präsentiert und multimedial erlebbar gemacht: Glashütter Taschen-, Armband- und Pendeluhren
verschiedener Epochen, Marinechronometer und Gangmodelle, historische Urkunden und Patente, Werkzeuge und
Werkbänke sowie astronomische Modelle und Metronome werden so kunstvoll in Szene gesetzt.
Thematisch setzt sich die Ausstellung aus einer Reihe von „Historienräumen“ und „
Zeiträumen“ zusammen, die von einem Prolog und einem Epilog eingerahmt werden.
Die „Historienräume“ bereiten den geschichtlichen Kontext der Uhrenstadt auf und stellen
eingangs berühmte Persönlichkeiten und Gründerväter wie Ferdinand Adolph Lange, Julius
Assmann, Adolf Schneider und Moritz Großmann vor, die Glashütte zur Hochburg des feinen deutschen
Uhrenbaus und der Uhrmacherausbildung werden ließen.
Im Laufe des Parcours werden weitere Epochen dargestellt, die Glashütte maßgeblich geprägt
haben wie Gründerzeit, erster und zweiter Weltkrieg, Demontage und Enteignung sowie Wiedervereinigung
und Neugründung.
Die „Zeiträume“ unterbrechen die chronologische Abfolge der Glashütter Uhrengeschichte und
entführen den Besucher u.a. in den Mikrokosmos einer mechanischen Uhr, der so die Präzision und das
Zusammenspiel hunderter Einzelteile selbst erleben kann.
Zum selbständigen Entdecken lädt ebenso ein weiterer multimedialer „Zeitraum“ ein, der ein
interaktives Glossar der Zeitmessung beinhaltet. Als moderne und erlebnisorientierte „Zeitwelt“
möchte das Museum nicht nur Uhrenenthusiasten ansprechen, sondern wendet sich bewusst auch an Laien,
Familien und junge Menschen, um die Faszination der Uhrmacherkunst und das Wissen um die Zeitmessung an die
nächste Generation weiterzugeben.